Zutaten

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Malz – gibt dem Bier seinen Körper
Hopfen Malz und GersteDas Gerstenkorn ist nach der Ernte zum Brauen von Bier noch nicht geeignet. Es muss erst zu Malz verarbeitet werden. Dies geschieht in der Mälzerei

  • Schritt 1: Das Weichen
    das Korn wird in Wasser eingeweicht. Es beginnt zu leben.
  • Schritt 2: Das Keimen
    beim keimen bilden sich Enzyme
  • Schritt 3: Das Darren
    das Korn wird nun gedarrt (Wasser wird entzugen). Die Farbe und das Armoma bilden sich.

Meistens verwendet man die hochwertige, zweizeilige Sommergerste. Man kann aber auch aus Weizen, Dinkel oder Roggen Malz gewinnen. Die Temperatur beim Darren entscheidet über die Verwendung des Malzes.
Wird bei 50 – 80 ° C gedarrt, entsteht helles Malz (z.B. für Pils),
dunkles Malz entsteht bei einer Darrtemperatur von 100 – 110 ° C (z.B. für Altbier).
Für Weizenbier und Berliner Weisse wird bis zu 70% Weizenmalz verwendet.

Hopfen – gibt dem Bier seinen Charakter
HopfendoldenMit dem Hopfen wird das Bier gewürzt. Der Hopfen (lat. Humulus Lupulus) gehört zur Famile der Hanfgewächse (Cannabinaceae). Er wächst und gedeiht nur am 35. und 55 Breitengrad und ist eine kletternde Staudenpflanze. Die Hopfenpflanze hat eine Lebensdauer von 50 oder mehr Jahren, und wird 5 – 8 Meter hoch. Es gibt auch Sorten, die sogar 12 Meter hoch werden können. Der Hopfen ist eine schnell wachsende Pflanze und kann bis zu 30 cm in 24 Stunden wachsen!

Es gibt unterschiedliche Bitter- und Armomahopfen Sorten. Durch die Auswahl des verwendeten Hopfens bestimmt der Braumeister die verschiedensten Duftvarianten und Geschmacksfacetten seines Bieres. Die enthaltene Alphasäure bestimmet die Bittere und die ätherischen Öle die Aromen des Bieres.
Der Hopfen sorgt auch für die Haltbarkeit des Bieres und hat einen günstigen Einfluss auf die “Blume” des Bieres, den Schaum.

Zum Bierbrauen werden die weiblichen Hopfenblüten verwendet. Lediglich in England wird Bier auch mit männlichen Hopfenblüten gebraut. 100 bis 300 Gramm Hopfen reichen für 100 Liter Bier aus.

Das größte Hopfenanbaugebiet der Welt ist die Hallertau in Bayern.

Hefe – ist das Herz des Bieres
Hefe – lat. Saccharomyces – ist ein mikroskopisch kleiner Spaltpilz. Das einzellige Lebewesen ist für die Gärung in der Bierwürze verantwortlich. Dabei wird der Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure aufzuspalten und es entstehen mehrere tausend Geschmacks- und Geruchsstoffe.
Hefe kommt in vielen Arten und überall vor. Es gibt sie in der Luft, auf den Händen und ganz besonders im Umfeld von Früchten und Obst.
Aufgrung der unterschiedlichen Hefesorten (ober- oder untergärig) kann man die Biere in zwei Bierarten einteilen:

  1. Obergärige Biere:
    Bei diesen Bieren wird eine obergärige Hefe verwendet, d. h., das die Hefe wärend der Gärung an die Oberfläche steigt. Obergärige Biere können bei höheren Temperaturen (15 – 30 ° C) gebraut werden. Diese Biere haben oft ein fruchtiges Aroma. Typische Obergärige Biere sind:
    Ale Biere
    Alt Bier
    Berliner Weisse
    Dinkelbier
    Gose
    Haferbier
    Kölsch
    Porter
    Roggenbier
    Saison Biere
    Stout Biere
    Weizenbier
  2. Untergärige Biere (international: Lager Biere)
    Bei diesen Bieren wir eine untergärige Hefe verwendet, d. h., dass die Hefe während der Gärung auf den Boden sinkt. Die Untergärige Hefe braucht eine Gärtemperatur von weniger als 12 ° C und konnte deshalb vor der Erfindung der Kühlmaschine nur im Winter gebraut werden. Daher kommt auch der Name "Märzen", da früher spätestens im März das letzte untergärige Bier gebraut werden konnte. Typische untergärige Biere sind:
    Export
    Helles
    Lager
    Märzen
    Münchener Dunkel
    Pils
    Rotbier
    Schwarzbier
    Zoigl

Wasser – ist die Seele des Bieres
Wasser  ist der allerwichtigste Rohstoff zur Herstellung des Gerstensaftes. Das Bier besteht zu mehr als 90 Prozent daraus.

Die Güte eines Bieres hängt stark von der Qualität des Brauwassers ab.

Durch die Unkenntnis der Wasseraufbereitung waren früher gute Biere von der Gegend und deren Wasser abhängig.

Das Brauwasser soll weich sein (unter 10 Härtegraden) und frei von Nitraten, Magnesium Schwefel und organischen Verunreinigungen.

Der Härtegrad des Wassers wird vom Gehalt verschiedener Salze und Mineralstoffe bestimmt. Die Eigenheiten des Wassers sind so für den individuellen Geschmack jedes Bieres mitverantwortlich und bestimmend für die Bierqualität.

Viele Brauereien besitzen eigene Brunnen oder Quellen und verfügen somit über einen optimalen Rohstoff. Andere scheuen keine Kosten und Mühen und transportieren Brauwasser über weite Strecken.

Für helle, hopfenbetonte Biere wird in der Regel weiches Wasser eingesetzt, für dunkle und auch für vollere Bier kann härteres Wasser verwendet werden.

Quelle: Wikipedia® und eigene Recherchen