Biergattungen und -Sorten

a6Biergattungen:

Die Biergattungen werden in Deutschland vom Stammwürzegehalt des Bieres bestimmt. Man unterscheidet in:
Einfachbier
1,5 % – 6,9 % Stammwürze
Schankbier
7,0 % – 10,9 % Stammwürze
Vollbier
11,0 % – 15,9 % Stammwürze
Starkbier
mehr als 16 % Stammwürze
Die meisen, in Deutschland angebotenen Biere sind Vollbiere.

Die wichtigsten deutschen Biersorten:

Pils
untergäriges, helles, kräftig gehopftes Bier. Der Name leitet sich vom tschechischen Ort Pilsen ab, wo der Bayerische Braumeister Josef Groll aus Vilshoven im Jahre 1842 Bier nach Pilsener Brauart herstellte. Seit dieser Zeit streiten die Bayern und Tschechen, wer das Pils erfunden hat.

Kölsch
obergäriges, helles, hochvergorenes Bier. Wie der Name schon sagt, eine Kölner Bierspezialität, welche nur in Köln gebraut werden darf, sonst muss die Bezeichnung “nach Kölner Brauart” auf die Flasche. Das Kölsch wird in schlanken, hohen 0,2 Liter Stangen serviert.

Alt
obergäriges, dunkles Bier. Der Name besagt keineswegs, dass man altes Bier angeboten bekommt, sondern betont, dass das Bier „nach alter Brauart“ (obergärig) gebraut wurde. Alt schmeckt, je nach Rezept, von Malzigsüss bis Hopfenbitter. Es wird in zylindrischen, typischen 0,2 Liter Altbierbechern serviert. Hauptvorkommen: Düsseldorf, Niederrhein.

Export
untergäriges, helles, malzbetontes Bier. Bis Anfang der siebziger Jahre war Export das meistgetrunkene Bier in Deutschland. Mitte des 19. Jahrhunderts machte die Technik das Bier haltbarer, so dass es exportiert werden konnte. Ursprung: Dortmund

Märzen
untergäriges, mildgehopftes Bier. Sein Name stammt vom Monat März, da früher um diese Jahreszeit die letzte Chance bestand, ohne technische Kühlung (die gab es damals noch nicht) ein untergäriges, und damit haltbareres Bier zu brauen. Dank der Technik ist es heute ganzjährig zu bekommen. Je nach Malzart, kann Märzen hell oder dunkel sein. (Typisch wäre bernsteinfarben). Hauptvorkommen: Bayern, Österreich.

Rauchbier
obergärige Spezialität aus dem Raum Bamberg. Das Gerstenmalz wird über einem offenen Feuer geräuchert. Hierdurch entsteht der intensive, markante, oft an Schinken erinnernde Geschmack des dunklen Gebräus.

Schwarzbier
untergäriges Bier, erhält seine Farbe durch dunkles Malz. Ein malzig, herbes, schaumstarkes Bier. Leider werden heutzutage bei vielen Brauereikonzernen nicht mehr die teuren dunklen Röstmalze verwendet, sondern ein helles Bier wird durch Zugabe eines dunklen Farbebierextraktes „schwarz“ gefärbt. Viele kleinere, eigenständige Brauereien verwenden aber weiter dunkle Röstmalze und stellen das Bier in einem aufwendigen Dreimaischverfahren her, was nicht nur dem Geschmack, sondern auch dem Trinkgefühl zu Gute kommt.

Stark- oder Bockbiere
untergärige, helle (bernsteinfarben) bis dunkle (schwarzbraun) Starkbiere. Nach dem Malz richtet sich der Geschmack, der von malzig-süss bis bitter sein kann. Sie haben mehr als 16 % Stammwürze.

Weizenbier
obergärige bayrische Spezialität mit mindestens 50 Vol-% Weizenmalzanteil. Weizenbier gibt es als Kristallweizen, welches klar filtriert ist, oder als Hefeweizen, welches dunkel oder hell sein kann und hefetrüb serviert wird. Es ist schwach gehopft und sehr kohlensäurereich. Im Herkunftsland Bayern wird das Weizenbier auch Weissbier genannt.

weitere Bierstile

insgesamt gibt es weltweit über 80 Bierstile. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

  • Ale (auch Pale-, Brown- oder Old Ale)
  • Barleywine
  • Berliner Weiße
  • Dinkelbier
  • Emmerbier
  • Faro
  • Fruchtbiere (z. B.: Kriek oder Erdbeer)
  • Geuze
  • Gose
  • Haferbier
  • IPA (Indian oder Imperial Pale Ale)
  • Lager
  • Lambik
  • Maisbier
  • Porter
  • Roggenbier
  • Rotbier
  • Stout
  • Trappisten und Abteibier
  • Weizenbock (-Doppelbock)
  • WitbierQuelle: Wikipedia® und eigene Recherchen